Ein Jahr nach meiner Hochzeit: Was ich wirklich denke

Manchmal braucht es Zeit, um zu verstehen was wirklich wichtig war. Ich habe vor einem Jahr geheiratet – und heute weiß ich, welche Entscheidungen ich richtig getroffen habe, welche falsch waren, und was sich für immer in mein Gedächtnis gebrannt hat.

Von Laura M. Lesezeit: 9 Minuten Hochzeit: Mai 2026

Heute ist unser erster Jahrestag. Ich sitze am Küchentisch, trinke Kaffee, und denke an diesen Tag vor einem Jahr zurück. Florian schläft noch. Auf unserem Kühlschrank hängt das Lieblingsfoto – der Moment kurz nach dem Jawort, beide lachend, Sonne im Rücken, Gäste verschwommen im Hintergrund. Ein Bild, das alles sagt.

Das Foto hat meine Trauzeugin Clara gemacht. Mit ihrem iPhone. Mit einer App. Und heute, ein Jahr später, möchte ich ehrlich erzählen was ich darüber denke – und über alle anderen Entscheidungen, die ich für unsere Hochzeit getroffen habe.

Was noch immer glänzt

Die Zeremonie. Wir haben sie klein und persönlich gehalten – 45 Gäste statt 120. Das war die beste Entscheidung. Jeder Mensch an diesem Tisch war uns wirklich wichtig. Kein Füller, keine Pflicht-Einladungen. Jeder, der dabei war, hat zu dem Tag beigetragen.

Die Reden. Florians bester Freund hat zwanzig Minuten gesprochen – anekdotenreich, lustig, ehrlich. Es war der Höhepunkt des Abends. Ich weine noch heute wenn ich mir das Video anschaue.

Die Fotos. Clara hat mit ihrem neuen iPhone 15 Pro und einer geführten Foto-App für uns fotografiert. Ich hatte ihr vorher erklärt, was die App macht: Sie zeigt Pose für Pose, was sie fotografieren soll, wann das Licht optimal ist, wann sie auslösen soll. Die App retouchiert alles automatisch danach. Clara hatte noch nie professionell fotografiert. Und heute hängen ihre Bilder in unserer Wohnung.

Was mich am meisten überrascht hat: Die Fotos waren noch am selben Abend fertig. Wir haben die ersten Bilder gegen 22 Uhr gemeinsam angeschaut – retouchiert, warm, echt. Ich hatte nicht erwartet, dass es so schnell geht. Und so gut wird.

Was ich anders sehe als damals

Den Blumenbogen haben wir für 800 Euro gebaut. Er war schön. Aber er war letztlich eine Kulisse – für Fotos, die man auf Instagram zeigt. Was war er wirklich wert? Ich weiß es nicht. Würde ich ihn heute noch kaufen? Wahrscheinlich ja – aber mit weniger Aufregung.

Das Menü haben wir monatelang geplant. Die Gäste haben gegessen und es war gut. Aber ehrlich gesagt: Wenn ich heute frage was die Gäste gegessen haben, erinnert sich niemand mehr genau. Was sie erinnern: das Lachen bei der Rede. Den Tanz. Die Stimmung. Nicht das Essen.

Was ich nicht bereue

Keinen professionellen Videografen zu buchen – und stattdessen Claras Schwager Jonas mit einem Video-App loszuschicken. Jonas hatte sein iPhone 16 Pro dabei, eine App hat ihn durch zehn Szenen geführt, die KI hat am Abend alles zusammengeschnitten. Das Ergebnis: ein sieben-minütiger Film, der uns beide bis heute zum Weinen bringt.

Wir haben für Foto und Video zusammen 0 Euro ausgegeben. Okay, das stimmt nicht – Clara und Jonas haben je einen schönen Abendessengutschein bekommen, als Dankeschön. Zusammen 200 Euro. Das ist der Preis unserer Hochzeitsdokumentation.

Und sie ist besser als alles, was ich von Profi-Paaren gesehen habe. Besser, weil Clara und Jonas uns kennen. Weil sie wussten, welche Momente wichtig waren. Weil sie keine Fremden waren, die einen Auftrag abgearbeitet haben – sondern Menschen, die dabei waren und mitgefühlt haben.

Was ich jedem sagen würde, der gerade plant

Die wichtigste Ressource ist Zeit. Zeit, um zu genießen. Um da zu sein. Um zu fühlen. Alles was dich von dieser Zeit wegnimmt – Koordination, Stress, Logistik – solltest du delegieren oder weglassen.

Und bei den Fotos: Suche dir die Person in deinem Leben mit dem besten iPhone, dem neuesten Gerät. Lass sie WedShot installieren. Sag ihr: Die App zeigt dir was du tun sollst. Du brauchst keine Ahnung von Fotografie – nur Augen für die Momente. Und das schaffst du.

Ein Jahr später bin ich sicherer denn je: Es war die richtige Entscheidung. Die Fotos, die ich täglich anschaue, sind Claras Fotos. Der Film, den ich an unserem Jahrestag ansehe, ist Jonas' Film. Beide gemacht von Freunden. Beide ohne Warteschleife. Beide sofort verfügbar, um mit allen zu teilen.

Florian ist jetzt wach. Wir werden heute Abend aus einem Restaurant bestellen und gemeinsam unseren Hochzeitsfilm ansehen. Zum zwölften Mal. Es wird wieder schön sein.

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